Im 12-Questions-Interview zeigt Angie Raab, warum Sport für sie mehr ist als Ergebnisse und Highlights. Es geht um Emotionen, Atmosphäre, Nähe, Social Media, die Rolle von Fans und darum, wie Basketball, Football und US-Sport in Deutschland weiter wachsen können.

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Angie, viele kennen dich als Creatorin mit starkem Sport-, Lifestyle- und US-Vibe. Wie würdest du dich selbst jemandem vorstellen, der dich noch gar nicht kennt?

Ich würde sagen, ich bin jemand, der Sport, Lifestyle und diese positive US-Energy liebt – aber gleichzeitig sehr echt und bodenständig geblieben ist. Viel von dem, was ich teile, kommt wirklich aus meinem Alltag: Training, Routinen, Reisen, Motivation, aber auch die Momente dazwischen. Mir ist wichtig, dass Menschen sich inspiriert fühlen, ohne dass alles perfekt wirken muss. Ich liebe es, Dinge mit Leidenschaft zu machen, neue Erfahrungen zu sammeln und meine Community dabei mitzunehmen.

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Du kommst aus München und bist viel rund um Sportkultur unterwegs. Was macht die Münchner Sportszene für dich besonders?

Tatsächlich ist es die Power, die Vielfältigkeit und auch die Leidenschaft der Sportfans in München. Die Stadt ist multikulturell und das spiegelt sich auch im Sport wider. In München ist für jeden etwas dabei.

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Du nimmst deine Community regelmäßig mit in Arenen, zu Events und hinter die Kulissen. Was fasziniert dich daran, Sport nicht nur zu schauen, sondern als Erlebnis zu zeigen?

Mich fasziniert es jedes Mal, in den Arenen zu sein – mit hunderten bis tausenden Menschen, die sich nicht kennen, aber alle eine Sache teilen: die Leidenschaft für den Sport und ihr Team. Es ist fast wie eine Sprache, die jeder versteht. Ein besonderes Gemeinschaftsgefühl, das man so einfach nicht beschreiben kann. Die Leidenschaft, Energie und Emotionen als Gesamtpaket sind jedes Mal etwas ganz Besonderes.

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Basketball spielt in deinem Content eine große Rolle. Was hat dich an dieser Kultur zuerst gepackt: das Spiel, die Halle, die Fans, die Ästhetik oder das ganze Drumherum?

Ich kann mich noch an mein allererstes Basketballspiel erinnern. Das Erste, was mich gepackt hat, war die Atmosphäre in der Halle – und wie Isaac Bonga einfach auf dem Feld gespielt hat. Nach dem Spiel war ich einfach nur geflasht von der Leistung des Teams, der Begeisterung der Fans und davon, wie schnell und strategisch Basketball als Sport ist.

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Du hast auch Berührungspunkte mit American Football und den Munich Ravens. Was war dein erster Eindruck von Football live im Stadion?

Ich war sehr positiv überrascht. Ich habe tatsächlich sehr lange die American-Football-Community in Deutschland unterschätzt, um ehrlich zu sein. Mein öffentliches Sorry an dieser Stelle. Ihr seid echt heftig. Ich kann auch einem Nicht-Fan auf jeden Fall empfehlen, mal zu einem Live-Spiel zu gehen.

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Viele sagen, American Football ist in Deutschland eine Mischung aus Sport, Show, Community und Event. Wie nimmst du diese Szene wahr?

Dem kann ich absolut nur zustimmen. Es ist eine Mischung aus Sport, Show, Community und Event. Klar kommt es noch nicht an das Level der Amerikaner heran, aber ich würde sagen: Wir sind auf einem guten Weg dahin. Es gibt noch viel zu tun, aber wir sind unterwegs.

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Als Creatorin erreichst du auch Menschen, die vielleicht vorher kaum Kontakt mit Basketball oder Football hatten. Wie wichtig ist Social Media heute, um neue Fans für Sportarten zu gewinnen?

Ohne Social Media läuft gar nichts. Wer nicht verstanden hat, wie wichtig Social Media in unserer Zeit ist, wird einfach von der Bildfläche verschwinden. I said what I said. Ich finde auch, dass seitens der Athleten selbst noch viel zu wenig promotet und geteilt wird. Da liegt aus meiner Sicht einer der größten Hebel: Wenn Leistungssportler anfangen, mehr auf Social Media zu teilen, zu promoten, die Fans mitzunehmen und sich dadurch nahbarer zu machen, kann deren Leidenschaft noch viel stärker auf andere Menschen überschwappen.

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Was muss ein Sportevent deiner Meinung nach haben, damit Leute nicht nur einmal kommen, sondern wirklich Teil der Community werden wollen?

Die Menschen müssen wirklich einbezogen werden. Ein Sportevent ist etwas Besonderes – und zwar nicht nur für die Sportler oder Investoren, sondern vor allem für die Fans. Denn am Ende sind es die Menschen und die Community, die so etwas überhaupt möglich machen. Deshalb sollten die Fans im Mittelpunkt stehen: durch gutes Social-Media-Community-Management, Gewinnspiele, Aktivierungen an Spieltagen, Unterhaltung in den Timeouts, Aktionen vor und nach dem Spiel, Q&As oder Meet & Greets, die Sportler nahbarer machen und eine echte Verbindung schaffen. Genau dadurch entsteht langfristig eine Community und nicht nur ein einmaliger Eventbesuch. Es gibt dafür unfassbar viele Möglichkeiten.

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Du arbeitest viel mit Persönlichkeit, Humor und Nähe zu deiner Community. Wie schwer ist es, auf Social Media authentisch zu bleiben, wenn gleichzeitig alles schnell, laut und perfekt wirken soll?

Wenn du das machst, was du liebst, fühlt es sich oft gar nicht wie etwas Großes an. Solange du dir selbst treu bleibst und weißt, wer du bist, ist es eigentlich kein großes Thema, authentisch zu bleiben. Schwieriger wird es eher, wenn man privat durch schwere Phasen geht. Man möchte sich selbst schützen, aber gleichzeitig auch die Community nicht belasten. Ich glaube, der Schlüssel dazu, authentisch zu bleiben, ist, sich regelmäßig daran zu erinnern, wer man außerhalb von Social Media wirklich ist. Und vor allem genug Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, die nichts mit dieser Welt zu tun haben oder dich schon lange vor Social Media kannten. Das erdet einen immer wieder und ist so wichtig. Social Media ist nur ein Teil vom echten Leben und nicht deine ganze Identität. Da muss man aufpassen, dass man bei dieser Achterbahnfahrt nicht aus den Augen verliert, wer man wirklich ist.

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Gerade Frauen bringen in Sport-Content oft neue Perspektiven, neue Zielgruppen und eine andere Energie rein. Wie erlebst du deinen Platz in dieser Sport- und Creator-Welt?

Ich glaube, dass Frauen im Sport-Content oft nochmal andere Perspektiven und Emotionen mit reinbringen – und genau das macht die Szene vielfältiger und spannender. Ich selbst versuche einfach, meinen eigenen Weg zu gehen, ohne mich in irgendeine Rolle drängen zu lassen. Ich finde es schön zu sehen, dass immer mehr Frauen ihren Platz in der Sport- und Creator-Welt finden und zeigen, dass Sportcontent nicht nur auf eine Art funktionieren muss. Am Ende geht es darum, Menschen mit echter Leidenschaft für den Sport zu begeistern – unabhängig davon, wer vor der Kamera steht. Wir brauchen mehr Frauenpower im Sportbereich. Ich hoffe, ich kann einige Mädels dazu ermutigen.

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Wenn du dir die Zukunft von Basketball, American Football und US-Sport in Deutschland anschaust: Wo siehst du das größte Potenzial?

Die Expansionen von NFL und NBA zeigen schon jetzt, wie groß das Interesse in Deutschland geworden ist. Ich glaube, genau in diesen beiden Sportarten steckt aktuell das größte Potenzial – vor allem bei der jüngeren Generation. Die Leute haben Bock darauf. Wir brauchen mehr Investitionen, mehr Events, mehr Menschen und Vorbildfiguren, die es nach vorne bringen. Und jeder kann etwas dazu beitragen. Es gibt genug zu tun.

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Zum Abschluss: Wenn jemand Angie Raab nach diesem Interview neu entdeckt – was soll diese Person über dich, deine Arbeit und deine Liebe zum Sport unbedingt mitnehmen?

Ich hoffe, die Person nimmt mit, dass ich wirklich mit Leidenschaft hinter dem stehe, was ich mache – egal ob im Sport, auf Social Media oder im echten Leben. Sport bedeutet für mich viel mehr als nur Spiele oder Ergebnisse. Es geht um Emotionen, Inspiration und darum, Menschen zusammenzubringen und etwas zu bewegen, das über das Spielfeld hinausgeht. Genau das möchte ich auch mit meiner Arbeit vermitteln: authentisch zu sein, Menschen zu motivieren, dass man alles schaffen kann, wenn man daran glaubt und sein Ding durchzieht – und gleichzeitig nie zu vergessen, wer man ist.

Grazie per l’intervista.

Vielen Dank an Angie Raab für ihre offenen Antworten und ihren besonderen Blick auf Sport, Community und moderne Creator-Kultur. Ihr Interview zeigt, wie wichtig echte Leidenschaft, Nahbarkeit und starke Geschichten für die Zukunft von Sportarten wie Basketball und American Football in Deutschland sind.