EFA Week 4: Ravens setzen Ausrufezeichen, Galaxy bleibt eiskalt, Nordic Storm dominiert früh
Die Munich Ravens gewinnen 41:7 in Paris, Frankfurt Galaxy setzt sich 21:5 gegen die Raiders Tirol durch und Nordic Storm dominiert Prague mit 40:14.
Drei klare Statements in Week 4
Die vierte Woche der European Football Alliance hatte alles, was eine junge Liga braucht: deutliche Statements, defensive Schlüsselspiele, explosive Offenses und Teams, die langsam klar zeigen, wohin ihre Saisonreise gehen kann. Besonders die Munich Ravens und Nordic Storm setzten offensiv klare Ausrufezeichen, während Frankfurt Galaxy gegen die Raiders Tirol vor allem über Kontrolle, Defense und Special Teams zum Erfolg kam.
Munich Ravens drehen nach der Pause auf
Das deutlichste Ergebnis der Woche lieferten die Munich Ravens. Beim 41:7-Auswärtssieg gegen die Paris Musketeers sah es im ersten Viertel zunächst noch nach einem offenen Spiel aus. Paris ging durch einen Kickoff-Return-Touchdown von Lokmen Nadjem früh in Führung, doch danach übernahm München Schritt für Schritt die Kontrolle. Zur Halbzeit stand es noch vergleichsweise knapp 10:7 für die Ravens, ehe das Team in der zweiten Hälfte komplett davonzog.
Der große Mann der Partie war Malik Stanley. Der Ravens-Receiver fing gleich drei Touchdowns und wurde damit zum klaren Unterschiedsspieler der Partie. Quarterback Russell Tabor fand ihn mehrfach in wichtigen Situationen, darunter beim 21-Yard-Touchdown im ersten Viertel, einem 15-Yard-Score im dritten Viertel und einem weiteren 28-Yard-Touchdown nur wenige Minuten später. Dazu kamen Punkte durch Fabian Rolfes, Justin Rodney sowie Kicker Daniel Schweiger.
Entscheidend war aber nicht nur die Münchner Offense. Auch die Defense der Ravens nahm Paris nach und nach komplett aus dem Spiel. Zach Edwards wurde mehrfach unter Druck gesetzt, Paris leistete sich Interceptions und Fumbles, und München verwandelte diese Fehler eiskalt in Punkte. Besonders im dritten Viertel kippte das Spiel endgültig.
Frankfurt Galaxy gewinnt defensives Duell gegen Raiders Tirol
Ganz anders verlief das Spiel zwischen den Raiders Tirol und Frankfurt Galaxy. Frankfurt setzte sich mit 21:5 durch, doch der Weg dahin war deutlich zäher als das Ergebnis zunächst vermuten lässt. Beide Teams starteten mit Field Goals, danach entwickelte sich ein körperliches, defensiv geprägtes Spiel, in dem Fehler und Feldposition entscheidend wurden.
Frankfurt kam offensiv früh gut in Bewegung. Ethan Garbers fand unter anderem Adria Botella Moreno und Brevia Easton für wichtige Raumgewinne, doch die Raiders-Defense hielt zunächst stark dagegen. Schon im ersten Drive erzwang Jan Mayerhofer einen Fumble von Gerald Ameln, den Tirol zurückeroberte. Jonata Loria nutzte den anschließenden Drive zum 43-Yard-Field-Goal.
Danach übernahm Frankfurt zunehmend die Kontrolle. Ryan Rimmler glich per Field Goal aus, Garbers erzielte später selbst einen Rushing Touchdown, und kurz vor der Halbzeit sorgte ein Trickspiel für eines der Highlights: Paul Kavadia-Lenhardt warf einen 6-Yard-Touchdownpass auf Ethan Garbers.
Die Raiders Tirol kämpften, kamen aber offensiv nicht konstant genug durch. Steven Krajewski fand zwar unter anderem Aaron Jackson früh für 54 Yards und später Adrian Platzgummer sowie Marco Schneider, doch Sacks, Interceptions und Strafen stoppten immer wieder gute Ansätze. Im vierten Viertel sorgte ein Safety gegen Krajewski für die endgültige Entscheidung.
Nordic Storm überrollt Prague früh
Nordic Storm bleibt eines der auffälligsten Teams der EFA-Saison. Beim 40:14 gegen die Prague Lions legte Storm bereits im ersten Viertel den Grundstein für den Sieg. Nach nur wenigen Minuten führte Nordic durch Touchdowns von Roberto Miranda, Glen Toonga und Brendan Beaulieu bereits deutlich. Das erste Viertel endete mit 20:0 für Storm, zur Halbzeit stand es 33:0.
Jadrian Clark dirigierte die Offense souverän und verteilte den Ball auf mehrere Playmaker. Roberto Miranda fing den ersten Touchdown der Partie, Brendan Beaulieu punktete gleich zweimal, Simon Kobberø Føns erzielte ebenfalls zwei Touchdowns. Dazu kam ein starker Auftritt von Glen Toonga, der sowohl im Laufspiel als auch als Passempfänger eingebunden war und selbst einen Touchdown erzielte.
Prague fand lange keine Antwort auf den frühen Druck. Im vierten Viertel zeigten die Lions aber Moral. Ken Hike Jr. sorgte mit einem 85-Yard-Interception-Return-Touchdown für das Highlight aus Prager Sicht. Später lief Jaylon Henderson selbst zum Touchdown. Diese 14 Punkte änderten nichts mehr am Ausgang, verhinderten aber den Shutout.
Das Fazit zu Week 4
Week 4 brachte drei klare Botschaften: Die Munich Ravens können Spiele nach Anpassungen in der zweiten Halbzeit komplett drehen und dominieren. Frankfurt Galaxy kann auch ohne offensives Feuerwerk gewinnen, wenn Defense, Special Teams und Ballkontrolle funktionieren. Und Nordic Storm bleibt offensiv eines der explosivsten Teams der Liga.
Für Paris, Tirol und Prague wird es nun darum gehen, die positiven Ansätze mitzunehmen und die Fehler zu reduzieren. Paris muss nach dem frühen Big Play offensiv stabiler werden, Tirol braucht mehr Effizienz in der Red Zone und im Passspiel, Prague muss vor allem den Start in Spiele verbessern.
Die EFA-Saison nimmt weiter Form an: München gewinnt über Momentum und Turnovers, Frankfurt über Kontrolle und Defense, Nordic Storm über Tempo und offensive Vielfalt.
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